Sunday, January 25, 2009

Ein Rennen mit der Zeit auf einer der schoensten Strecken - Westcoast

Am Samstag vor Silvester machten wir uns auf den Weg Richtung Queenstown. Um euch die Entfernung deutlich zu machen, Nelson liegt im Norden und Queenstown im Sueden der Suedinsel. Fuer deutsche Verhaeltnisse waere das zwar keine allzu weite Entfernung, auf neuseelaendischen Strassen aber braucht man fuer 100 Kilometer schon mal zwei Stunden.
Wir entschieden uns fuer den Weg entlang der Westkueste. Gegen Mittag kam Hunger auf. Also hielten wir am Strassenrand an. Da Franzi unbedingt unten am Fluss essen wollte, war Klettern angesagt. Allerdings ging es sehr steil durch dichtes Gestruepp hinab und unser Schuhwerk (FlipFlops) war nicht geeignet dafuer. Das fuehrte dazu, dass Franzi mit den Worten “Eva, du wolltest doch immer Abenteuer” ausrutsche, fiel und, bis sie zum Glueck sitzend auf einem Strauch landete, den Berg hinunterrutschte. Weil es so schien, dass Franzi sich in einer gesicherten Position befand, war das Gelaechter gross und Eva packte erstmal den Fotoapparat aus. Danach fuhren wir zur Tauranga Bay, um das schoene Wetter zu geniessen. An dem wunderschoenen Strand tauchten wir stundenlang durch die riesigen Wellen. Das Wasser war ein Traum, glasklar und kuehl. Gerne waeren wir noch laenger an diesem geilem Ort geblieben, doch das liess unser Zeitplan leider nicht zu. Schnell schauten wir uns noch dort die Robbenkolonie an und dann ging es schon weiter nach Punkaiki, um dort zu naechtigen. Mit Explosion In The Sky und einem hammer Sonnenuntergang war schon allein die Fahrt dorthin perfekt. Das Hostel lag direkt am Strand und so liessen wir den Tag mit einer Flasche Wein am Wasser ausklingen.
Am Sonntag schauten wir uns dort noch die Pancake Rocks, Steine die wie gestapelte Pancakes aussehen, an.
Danach war erstmal wieder Autofahren angesagt. Unser Ziel fuer heute war der Fox Glacier. Auf dem Weg dorthin waren wir auf der permanenten Suche nach so einem tollen Strand wie gestern, doch leider vergeblich. Vielleicht waren auch unsere Erwartungen nur zu hoch. Die Unterkunft am Fox Glacier war der Horror. Nur so Wanderfreaks, die alles bestens und genauestens durchgeplant haben. Kamen uns dort ziemlich fehl am Platz vor. Am Abend schauten wir uns noch von einem View Point den Fox Glacier an und liefen ein Stueck in den Wald, um die funkelnden Gluehwuermchen zu betrachten.
Am Montag wanderten wir um den sogenannten Spiegelsee Lake Matheson. Leider war die Spiegelung wegen des Wetters nicht ganz so gut.



Auch hier verweilten wir nicht lange und fuhren weiter nach Wanaka, das sich als absolute Partystadt herausstellte. Unglaublich viele Jugendliche, vorallem aufgedresste Neuseelaender. Da alle anderen Accomodations ausgebucht waren, checkten wir in der Hostelkette xBase ein. Bis zu diesem Zeitpunkt liebte Eva die xBase-Zimmer aufgrund ihrer Sauberkeit, doch die Vorfreude war zu gross. In der Nacht raubte unsere stinkende Mitbewohnerin uns den Schlaf. Es war wirklich kaum auszuhalten. Auch wir schlossen uns dem Partyvolk an und statteten gemeinsam mit Claudia der hauseigenen Disco einen Besuch ab.
Am Dienstag stand uns nur noch eine grosse Huerde im Wege: der Haast Pass. Unser Auto naemlich hasst lang ansteigende Strecken. Unter solchen Bedingungen wird es sehr sehr heiss im Auto, da die Heizung auf Hochtouren laeuft, um den Motor vor einem weitern Ueberhitzen zu bewahren. Auf dem letzten Stueck nach Queenstown waren tolle Wasserfaelle mit hellblauem Wasser. Somit wurden die Bikinis ausgepackt und im eiskalten Fluss schwimmen gegangen. Gegen Spaetnachmittag erreichten wir endlich unser Silvesterziel.

No comments: