Thursday, April 2, 2009

Wandern ist des Muellers Lust...

a, ihr lest richtig, wir waren schon wieder wandern. Allerdings “nur” eine Tageswanderung, das sogenannte Tongariro Crossing. Es fuehrt durch spektakulaeres vulkanisches Gelaende – vorbei an einem aktiven Krater und an Stellen, wo heisser Damp austritt. Auch die Aussicht ist vom Feinsten.
Um 7Uhr morgens brachte uns der Bus des Hostels zum Start. Waehrend wir beim Anstieg unsere Mitwanderer eher von hinten sahen, wendete sich das Blatt beim Endstueck. Da konnten sie von unseren Ruecken entzueckt werden. Man hatte 8 Stunden fuer die Tour Zeit, wir hingegen brauchten nur 6,5 Stunden. Wir stapften durch verschiedene Vegetationszonen und konnten auf den Mt.Ngauruhoe (Schicksalsberg aus Herr der Ringe), Mt.Tongariro und Mt.Ruapehu blicken. Ausserdem sahen wir die hellblauen Emerald und Blue Lakes. Landschaftlich war Einiges geboten.

Alles sieht gut aus, solange man es richtig kombiniert

In Wellington angekommen, trafen wir uns mit Franzis Patentante Birthe, die ebenfalls fuer 4Wochen das andere Ende der Welt bereist. Mit ihr zusammen fuhren wir an der Kueste um Wellington herum, besuchten das Te Papa Museum, mit dem Cable Car ging es zu den Botanischen Gaerten und schlenderten durch die Geschaefte. Wir mussten mal wieder feststellen, dass die Welt klein ist. Aus dem Nichts tauchte auf einmal Julia Jahn auf und im Supermarkt liefen uns Jan und Jonas ueber den Weg. Nachdem Birthe sich auf den Weg Richtung Suedinsel gemacht hatte, holten wir endlich Franzis Reisepass bei der Deutschen Botschaft ab. Danach war erstmal shoppen in der Grossstadt angesagt, hierbei zeigte sich, dass sich unser Geschmack erweitert hat.
Nachdem wir erfahren hatten, dass es in Queenstown sogar schon geschneit hat, spielten wir wieder mit dem Gedanken fuer eine Woche auf eine Pacific Island zu fliegen. Deswegen suchten wir das House Of Travel auf. Die nette Dame machte uns ein unabschlagbares Angebot: Flug, Hotel (Deluxe Ocean View Twin Room, breakfast, swimming pool, white sand beach and a stunning blue lagoon). Es genuegte, eine Nacht darueberzuschlafen, und die Entscheidung stand fest, wie fliegen nach Samoa.

Goodbye my lover, goodbye south island

Soeben mussten wir Abschied von der Suedinsel nehmen, was uns wirklich schwer fiel. Wir haben hier so viele schoene, aufregende, atemberaubende, unvergessliche,...Momente erlebt, tolle Leute kennengelernt und eine wunderbare Zeit gehabt. Durch das Verlassen der Suedinsel wird uns nun bewusst, dass unsere Aufenthalt in Neuseeland sich langsam dem Ende neigt.

Daeumchendrehen

m auch mal behaupten zu koennen, im legendaeren Partyhostel von Nelson gewesen zu sein, checkten wir im Paradiso ein. Zufaellig trafen wir dort unser Maexchen aus Blenheim wieder.
Die uebrigen Tage auf der Suedinsel liessen wir mal wieder bei Marion und Andreas ausklingen. Mit ihnen unternahmen wir Ausfluege in der schoene Gegend um Nelson. Wir fuhren sogar Traktor, da sich Marion um eine Farm kuemmert, wo auch ihr Pferd steht.


The trip with our Original Wildboyz

Tagsdrauf hiess es dann endgueltig Bye Bye City Hotel, da wir uns mit Wurst, Jonas und Jan in Motueka verabredet hatten. Kaum dort angekommen, wurde der Abel Tasman Track gebucht. Doch bevor das Wandern losgehen konnte, mussten wir uns noch mit dem noetigen Equipment, sprich Zelt und Isomatten, ausstatten. Auch fuer das leibliche Wohl musste gesorgt werden und deckten wir uns mit Instantnoodles, Toast und Nutella ein. Es schien also alles perfekt vorbereitet.
Als wir jedoch am Samstagmorgen aufwachten, hoerten wir schon die ersten Regentropfen auf unser Autodach prasseln. Nach etwa 4Stunden warten und zig Wanderern, die uns davon abrieten, heute noch zu starten, zogen wir los. Unsere Original Wildboys kannten kein Pardon und liefen, ehrlich gesagt rannten wir fast schon, durch den stroemenden Regen. Voellig durchnaesst mussten wir dann unseren Campingplatz gegen einen, der wenigstens einen Shelter hatte, umbuchen. Alle waren ziemlich angepisst, da nicht nur wir, sondern auch das Innenleben unserer Rucksaecke, pitschnass waren. Da half auch Jonas 90-110l Rucksackverhueterli nix ;-) Vorallem Wurst spielte mit dem Gedanken sich seinen Gaskocher in den Mund zu stecken.
Nach einer Nacht in nassen Schlafsaecken oder in einer Regenhose waren wir am naechsten Morgen alle gluecklich, als wir von der Sonne, naja eher vom Jan, geweckt wurden. Wir mussten naemlich in aller Fruehe wegen der Tide (low/high) weiterziehen. Trotz Jonas Aussage, er wuerde auch bei high Tide durchkommen, blieben wir selbst bei low Tide nicht trocken. Gluecklicherweise war unser erfahrener Wanderer Jan mit einer Pause einverstanden und wir konnten erstmal ausgiebig fruehstuecken. Dank unserer Utensilien, die wir zum Trocknen ausgebreitet hatten, verweilten wir noch zwei Stunden in der Sonne. In der Mittagssonne machten wir uns dann an den ersten Anstieg des Tages. Die Jungs konnten ueber die Hoehen zwar nur Laecheln, wir hingegen kamen aus der Puste. Nach etwa 2Stunden waren die Fuesse “blutig” gelaufen. Eva hatte an jedem Fuss 5Blasen, die ihr das Wandern nicht gerade erleichterten und ihren Gang ins Humpeln uebergingen liessen. Doch selbst diese Qualen wurden durch die Urwaelder und goldenen Straende gemildert. Die Landschaft dort ist unbeschreiblich, davon ueberzeugt ihr euch auf den Bildern am besten selbst. Franzi war den Traenen nahe, als die geliebte RayBan nach ihrem zweiten Sturz nicht mehr auffindbar war. Nachdem ihre eigene Suche erfolglos blieb, waren die Jungs so lieb und liefen nochmal zurueck bis zur Huette, wo wir mittags Brotzeit gemacht hatten. Wer suchet, der findet. Also ging es mit RayBan im Gepaeck weiter.
Abends am verlassenen Strand angekommen, fuehlten wir uns wie im Paradies. Keine Menschenseele ausser uns Fuenf, goldener Sand, hellblaues, aber arschkaltes, Wasser. Zum Abendessen gab es Mi Goreng.
Dank der super Planung mussten wir auch am dritten Tag wieder frueh starten, um die Tide zu erwischen. Aufgrund der zweiten bevorstehenden Tide des heutigen Tages mussten wir 5Stunden an einem Campingplatz warten. Wir lagen die meiste Zeit in unseren Zelten, da die Sandflies uns sonst voellig zerstochen haetten. Zum Glueck war das restliche Stueck zum Schlafplatz nicht mehr weit und wir konnten noch ins Wasser springen. Leider waren wir diese Nacht nicht alleine. Unsere Campingnachbarn muessen uns wirklich gehasst haben. Da wir am naechsten Morgen nicht frueh raus mussten, plauderten wir noch lange. Was sie allerdings wirklich ausrasten liess, war die Opossumjagd von Jonas und Wurst.
Am letzten Tag hatten wir nicht mehr viel zu laufen. Nach etwa einer Stunde waren wir am Ziel, wo wir unsere letzten Vorraete verspeisten bevor uns das Sea Shuttle abholte. Auf hoher See fuhren wir zurueck zu unserem Auto und sahen unterwegs nochmal die ganze Strecke, die wir gelaufen sind.
Nach vier Tagen in der Wildnis suchten wir mal wieder McDonalds auf, was fuer die Wurst etwas teurer als erwartet wurde. Als er unangeschnallt aus dem Parkplatz ausbog, wurde er sofort von einer Polizistin angehalten. Unangeschnallt bedeutet 150Dollar zahlen. Das Gelaechter war gross, da Wurst ein absoluter Sparfuchs ist.

Blenheim = <3

Also machten wir uns schweren Herzens auf den Weg nach Blenheim. Da die Hitze auf der Fahrt in unserem Auto unertraeglich war, mussten wir uns unterwegs unserer T-Shirts entledigen und fuhren somit nur in Unterwaesche im Arbeiteroertchen ein. Dort empfing uns Wurst (Martin) im City Hotel, wo er schon seit 4 Wochen verweilt und hart am Arbeiten war. Das Hostel ist ein ehemaliges Hotel, dass der Besitzer Damian nach und nach zu einem Hostel umgestaltet hat und immer noch dabei ist. Sehr geile alte Raeume, schoener Holzboden, super bequemes Fernsehzimmer mit eeeeewig vielen Kissen, 4er Zimmer mit eigenem Bad, kleiner Balkon, free Waschen UND FREE WIRELESS!!! --> perfekt. Auch die Arbeitssuche stellte sich als ziemlich einfach heraus. Man musste nur in das Office gegenueber gehen, sagen, dass man Arbeit sucht und zack hatte man einen Job. So hiess es dann am naechsten Tag um dreiviertel 5 aufstehen, um halb6 war am iSite Treffpunkt. Von Anfang an schien alles schon viel serioeser als damals bei Gubi auf dem Appleorchard. Man kannte unsere Namen, sie wollten unsere IRD-Number und wir mussten sogar einen Arbeitsvertrag unterzeichnen. Unsere Arbeit war entweder Grape Thinning, Leaf Plugging oder Netting. Was das genau ist, wollt ihr vermutlich gar nicht wissen. Jedenfalls laeuft man den ganzen Tag bei Sonne und Regen auf einem Vineyard rum. Zwischendurch wurde mit unseren Arbeitskollegen zwar Quatsch gemacht, allerdings passte unser Supervisor Thomas bestens auf, dass wir auch alles richtig machten und nicht so viel Paepaepaep (labern). Immer wieder schaute Craig, der naechst Hoehere nach Thomas vorbei und kontrollierte unsere Arbeit. Ihn koennt ihr euch als typischen fetten weissen reichen faulen Boss vorstellen. Ausserdem lernten wir beim Arbeiten Rene und Bernhard, den unser Supervisor B-Hard taufte, kennen. Mit ihnen hatten wir jede Menge Spass. Gelegentlich trafen wir sie auch nach Feierabend.
Schnell waren wir wieder im Arbeitsalltag drinnen. Um halb 6 standen wir auf, schmierten geschwind Brote, holten die Jungs ab und fuhren zum Weingut. Gegen 17Uhr war Feierabend, danach wurde eingekauft, gefazzt und vor dem Tv gechillt. Im Laufe der Zeit lernte man sich besser kennen und die Atmosphaere im Hostel aehnelte der in einer Wg. Kurze Personenbeschreibung: Wurst (aka Martin, Freund aus Hastings), mit ihm verbrachten wir viele witzige Stunden in unserem persoenlichen Wohnzimmer, vorallem wenn er auf unserem Computer Seiten wie Karpfen-Spezial oeffnete. Sebastian, mit dem Eva ihren Berufswunsch, und Aram, mit dem Eva ihren Maennergeschmack teilte. Die Franzosen, mit denen man viel lachen und trinken konnte und die ausserdem hervorragende Crepes zauberten. Vorallem mit Florent(henten) hatten wir eine Menge Spass. Unser Fernseh- und Internetfreund Paul aus England, unser kleines Aeffchen. Der perfekte Schwiegersohn Max aus Manchester. Ben, mit dem wir auch anfangs zusammen arbeiteten, der dann allerdings der 2.Manager des Hostels wurde. Ein Spast wie im Buche steht, aber schon so bescheuert, dass man ihn gern haben muss. Er kommt aus Neuseeland und sein Lieblingswort ist FUCK. Aufgrund der Saetze wie “You fucking german Biatch, i will fuck you tonight, i show you my dick ,....” war das Gelaechter stets gross und der coole Ben kam sich verarscht vor. Gluecklicherweise gab es auch was fuer das Auge und Herz, Joost (Hollaender) und Blake (Neuseelaender)...
Einige spanisch Sprechende und Asiaten, die super nett waren, waren ebenfalls vertreten.
Am Wochenende und teilweise auch unter der Woche gab es richtig gute Feiern. Gleich am ersten Sonntag verliessen unsere zwei japanischen Zimmergenossinen Blenheim und machten eine Abschiedsfeier, bei der jeder etwas Typisches aus seinem Land kochen sollte. Das uebernahmen fuer uns allerdings die zwei deutschen Jungs, Sebastian und Aram. Es gab Kaesespaetzle. Ach nee, wir kochten sogar Dr. Oetker Vanillepudding :-) Ausserdem gab es jede Menge Bier und Whiskey-Cola. Dementsprechend waren alle gut drauf und die Nacht war kurz.
Die naechste Woche wurde fleissig gearbeitet und wir fuehlten uns im City Hotel immer heimischer. Am Donnerstag feierte Joost seinen Geburtstag. Eigentlich war es ja ein Wochentag, sprich am naechsten Tag wieder frueh aufstehen, jedoch hoffte jeder, dass der Wetterbericht ausnahmsweise mal Recht hat und aufgrund des Regens ausschlafen kann. Irgendwann sassen wir allerdings nur noch zu 4 da. Keiner wollte schlafen gehen, also beschlossen wir noch einen Film anzuschauen. Unterwegs ins DVD-Zimmer fanden wir noch die franzoesische Dancingqueen mit einem Stueckchen Kaese vor dem Kuehlschrank liegen. Gegen 4Uhr nachts schoben wir Reservoir Dogs in den DVD-Player. Mehr als 10Minuten bekam allerdings niemand mit. Als wir um 6Uhr mit der Abspannmusik wieder aufwachten, konnten wir das Prasseln des Regens hoeren. Sprich unser letzter Arbeitstag war buchstaeblich ins Wasser gefallen. Muede fielen wir ins Bett. Ab diesem Zeitpunkt nahm unser Leben einen sehr seltsamen Tagesrhythmus ein. Wir standen gegen 13Uhr auf, fruehstueckten, gingen in die Stadt, auch mal an den Strand oder warteten sehnsuechtig auf Feierabend der Anderen. Dann kam naemlich wieder Leben ins Hostel. Wir kochten und assen gemeinsam, danach wurde entweder Party gemacht (Dancefloor Kokomo) oder vor dem Fernseher gekuschelt. Es kam auch vor, dass Filme zweimal angeschaut wurden. Das war uns allerdings voellig egal, da wir im siebten Himmel schwebten ;-) Gegen 6Uhr morgens wurde man dann von den Arbeiterleuten durch das Herumwerkeln in der Kueche geweckt und wir beide gingen ins Bett. Fuer manch Andere stand allerdings ein harter Arbeitstag bevor.
Aufgrund des aufkommenden Fruehlings verschob sich unsere Abreise somit von Tag zu Tag. Am Mittwoch wurde nochmal so richtig gefeiert und letzendlich waren wir total besoffen, was uns, vorallem Eva, am naechsten Tag mehr als peinlich war. Am Donnerstag wendete sich das Blatt. Wir hassen Abschiede!!! Zumindest eine von uns war nun alleine und musste sich eine neue Abendbeschaeftigung suchen. Zum Glueck gab es den “Spitzen”koch Ben, der sie mit “vorzueglichen” Sandwiches aufheiterte und mit in Dannys (Urgestalt) Palace aka Wohnwagen aka Koboldhoele nahm. Eva hingegen war sehr sehr muede.


Unser zweites Zuhause

In Nelson angekommen, trafen wir uns erstmal mit Marion und Andreas an der Rabbit Island. Marion hatte ihr Pferd dabei und unser Wunsch ein eigenes Pferd zu besitzen wuchs noch mehr, als sie mit ihm im Wasser baden ging und am Strand ausritt. Am Abend machten wir noch ein BBQ und danach ging es wieder in die schoenen vier Waende.
Die drei Naechte waren schneller vorbei, als uns lieb war. Vorallem weil nun Arbeiten wieder angesagt war.

Definitiv Hippie ;-)

Aus den naechsten Tagen wurden zwei Wochen und wir zu richtigen Hippies ;-) Wir hatten einen kleinen “eigenen” Strand neben einer unabhaengigen Komune, der Beach Community. Dort verbrachten wir die meisten Tage und auch Naechte. Unsere Aktivitaeten beschraenkten sich zum Grossteil auf Strandliegen, Essen und Library (Internet). Claudia ( Freundin aus Auckland) brachte dann mal wieder etwas Abwechslung in unseren Tagesablauf. Wir trafen uns mit ihr und zwei weiteren Schweizern auf ein Bierchen im Pub. Als dieser komischerweise um 23Uhr schloss, nahmen die Drei uns noch mit in ihr Hostel. Dort fand die Geburtstagsfeier der Affaere der Hostelbesitzerin (ihr Mann war naemlich zu dieser Zeit unterwegs) statt. Ruben, einer der Schweizer, meinte, dass schon seit 16Uhr reichlich getrunken wurde. Dementsprechend angeheitert war die Stimmung. Schliesslich trudelte auch das Pubpersonal ein und uns wurde klar, wieso um 23Uhr schon Schicht im Schacht war. Es wurde zusammen gesessen, Gitarre gespielt, getrunken,...Gegen 1Uhr verabschiedeten wir Zwei uns, da wir uns noch einen Schlafplatz fuer die Nacht suchen mussten. Unser Strandplatz kam heute icht in Frage, da der Tank leer und alle Tankstellen geschlossen waren. Ploetzlich klopfte es an unsere Autoscheibe und einer der Partygaeste stand da. Verwundert kurbelte Eva das Fenster runter. Mit den Worten “If you don't mind sleeping in one bed together you can sleep in my motel-room. There are two beds, i can sleep in the single one and you guys in the doppel bed” hielt er Eva einen Schluessel vor die Nase. Auch er ist frueher viel gereist und kennt das, wenn man nachts noch mit dem Auto einen Schlafplatz suchen muss. Viele halfen ihm und nahmen ihn auf, nun moechte er dies zurueckgeben. Wir sollen einfach die Tuer offen lassen, da er noch ein Stuendchen auf der Feier bleiben wollte. Das Ganze kam uns natuerlich trotzdem erstmal spanisch vor, aber wir beschlossen, uns das Motel wenigstens mal anzuschauen. Als wir die Tuer oeffneten, war eigentlich schon alles klar. Hier bleiben wir heute Nacht. Franzi stoeberte etwas herum und fand seinen Geldbeutel mit Kreditkarten und Bildern von seinen Kindern. Das Pfefferspray wurde allerdings in den Rucksack neben unserem Bett gesteckt. Schnell nahmen wir noch eine Dusche bevor wir ins riesige Bett gingen. Das Aufwachen am naechsten Morgen war etwas komisch. Immerhin kannten wir noch nicht mal seinen Namen, doch die Stimmung lockerte sich schnell. Bevan brachte uns Tee und Kaffee ans Bett. Wir schauten Fernsehen und Bevan ezaehlte uns von seinen Reisen. Ausserdem stellte sich heraus, dass er noch mit seiner Ex-Frau und ihren gemeinsamen Kindern zusammen wohnt, obwohl die beiden seit einem Jahr schon geschieden sind. Unter der Trennung leidet er immer noch und seine Freunde wollen ihn immer ueberreden, eine neue Frau kennenzulernen. Deswegen wurde noch ein Abschiedsfoto zu dritt im Bett geschossen bevor wir uns heimlich, da uns der Motelbesitzer nicht sehen durfte, aus dem Zimmer schlichen.

Am Nachmittag unternahmen wir einen Ausritt. Zusammen mit Claudia, einem australischen Paerchen und einem hotten Reitlehrer ritten wir drei Stunden durch eine tolle Duenenlandschaft. Zum Schluss galoppierten wir sogar noch am Wharariki Beach entlang. Fazit: Wir muessen das Reiten wieder anfangen.

Damit auch Claudia mal erlebt, wie es sich als Backpacker im Auto lebt, kochten wir zusammen am Strand. Danach liessen wir den schoenen Tag im heissgeliebten Mussel Inn ausklingen. Dort spielte mal wieder eine Live-Band. Die Saengerin Sonia sang mit vollem Gefuehl und die Stimmung war perfekt. Nach dem Konzert unterhielten wir uns noch mit Sonia und ihrer Freundin.

Um auch wirklich alles von dem Leben an der Golden Bay mitzunehmen, besuchten wir sogar das Hippiefestival Luminate. Die Atmosphaere war unbeschreiblich. Auf den Takakhill traffen sich zig Hippies, um gemeinsam Musik zu machen, zu tanzen, sich lieb zu haben, usw...Aufgrund unserer normalen Kleidung fielen wir mehr auf als die Hippies selbst. Da das Festival auf einem Berg stattfand, war es arschkalt in der Nacht. Vorallem Eva war sich sicher, dass sie die Nacht aufgrund der Kaelte nicht ueberleben wuerde.

Am Morgen hatten wir dann allerdings genug von dem Firlefanz. Wir besichtigten noch das Cape Farewell und die Pupu Springs, bevor es wieder nach Nelson zu Marion ging. Davor jedoch mussten wir unseren W.o.F. (TUEV) erneuern. Wir rechneten schon mit dem Schlimmsten. Doch man glaubt es kaum, bis auf paar Kleinigkeiten, die schnell behoben werden konnten, ist unsere Schrottkarre voellig in Ordnung.

Monday, January 26, 2009

Biste Hippie oder Punker?


Mit drei Autos fuhren wir also zu den Pancakes, unterwegs wurde beim McDonalds gehalten. Wir sind also nicht die einzigen, die die billigen Mac-Preise zu schaetzen wissen. Am Abend sassen wir am Lagerfeuer zusammen und leerten zwei Kartons Bier, also 30 Flaeschchen, und eine Flasche Wein. Man sass beisammen, als wuerde man sich schon ewig kennen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass wir die selben Interessen haben, und beschlossen somit, morgen an die Golden Bay zu fahren. Diese Gegend ist fuer ihre schoenen Straende, die vielen Hippies und Kobolde bekannt. Also hiess es am naechsten Tag viel Autofahren. Waehrend der Fahrt mussten wir peinlicherweise feststellen, dass die Aktion mit den Fotos nicht ganz unbemerkt geblieben war. Das zeigte uns Thore durch gewisse Anspielungen. Nichtsdestotrotz hatten wir jede Menge Spass und kamen am Abend an der Golden Bay in Takaka an. Dort war die Enttaeuschung erstmal gross, weil kein einziger Hippie auf der Strasse zu sehen war. Auch Jugendliche zum Pokern waren nirgends aufzutreiben. Ein netter Mensch auf der Strasse empfahl uns das 'Mussel Inn'. Tatsaechlich fanden wir mitten in der Pampa dieses Paradies. Ein richtig geiler Pub voller Hippies. Draussen sassen sie am Lagerfeuer und drinnen tanzten sie zu der echt guten Musik. Die Live-Band, vorallem den Saenger, haettet ihr sehen muessen: Goldene Jeanshose, oberkoerperfrei, lange rote wellige Haare, geschminkte Augen und eine aussergewoehnliche Stimme. Schon nach dem zweiten von ihnen selbstgebrauten Bier schwungen selbst wir wie echte Hippies unser Tanzbein zum deutschen Lied “Tanz, Tanz”. Am Ende waren Adrian und wir zwei mit zwei, drei Hippies die letzten auf der Tanzflaeche. Jens und Adrian freundeten sich dann noch mit der Band an. Da wir alle keine Lust hatten und auch nicht wirklich mehr in der Lage waren, weite Strecken zurueckzulegen, fuhren wir zu dem naechstgelegenen Strand. Dort wurde noch total besoffen ueber den Sternenhimmel philosophiert, bevor wir im Auto und die Anderen in ihrem Zelt einschliefen. Ingesamt ein sehr sehr geiler, unvergesslicher Abend.
Am naechsten Morgen mussten wir uns leider von den Vieren schon wieder verabschieden. Sie sind nur noch etwa 10Tage in Neuseeland und fuhren deswegen schon weiter. Wir hingegen moechten endlich mal die Straende Neuseelands geniessen, vorallem weil hier endlich gutes Wetter ist. Somit werden wir die naechsten Tage noch an der Golden Bay verweilen.

Hoch hinaus!

Da wir die Schnauze vom schlechten Wetter an der Ostkueste voll hatten, fuehren wir ueber den Arthur's Pass wieder an die Westkueste. Falls ihr bis jetzt aufmerksam gelesen habt, werdet ihr merken, dass wir hier ja schon einmal waren. Doch erstens ist die Landschaft der Westkueste traumhauft schoen und zweitens wollten wir noch den Fox Glacier besteigen, was wir aufgrund unseres straffen Zeitplans auf dem Hinweg nicht geschafft hatten. Unterwegs wurde am hoechstgelegenen Ort Neuseelands und kurz vor Franz Josef am Lake Mapourika geschlafen.

Am Mittwoch unternahmen wir dann eine gefuehrte Halbtageswanderung (anders kommt man gar nicht auf den Gletscher) zum Fox Glacier, dem vierthoechsten von den circa 3000 Gletschern Neuseelands. Beim Aufstieg durch den Urwald kamen wir ins Schwitzen, auf dem Eis war es dafuer ganz schoen kalt. In unserer Gruppe waren hauptsaechlich Deutsche, unter anderem ein ziemlicher Hottie. Auf Evas Aufforderung “Mach mal ein Bild vom Lockernkopf!”, schoss Franzi mit dem Gedanken “Naja, den sehe ich ja eh nie wieder” unauffaellig ein paar Fotos. Unterwegs kamen wir dann auch mit Thore ins Gespraech, der zusammen mit dem Lockenkopf (Robert Adrian) im Rahmen einer Weltreise fuer drei Wochen durch Neuseeland reist. Zur Zeit sind sie mit einem deutschen Paerchen (Jens und Inken) unterwegs, die ebenfalls beim Gletschertrack dabei waren. Die vier hatten ihre Route auch nicht wirklich geplant und wussten somit auch nur, dass sie an diesem Tag wieder ein Stueckchen an der Westkueste hochfahren wollen. Als bei unserem Auto auf einmal die Fahrertuer, von der aus man alle anderen Tueren oeffnet, nicht mehr aufging, stellte sich heraus, dass Jens Automechaniker ist. Zuerst wurde jedoch noch zusammen zu Mittag gefazzt, danach die voellig verbeulte Tuer mit Fusstritten repariert. Und siehe da, sie ging wieder auf. Irgendwie kam es dann dazu, dass wir mit den Vieren weiterreisten.



Christchurch - Geburtstag deluxe. Mit 20 sagte Eva still, sie will Alles oder Nichts...

Die naechsten paar Tage nutzten wir zwei dann, um uns Christchurch, fuer uns bis jetzt so ziemlich die schoenste Stadt Neuseelands, noch ein wenig anzusehen. Wir kletterten auf den Turm der Kathedrale, waren in dem tollen modernen Museum (Art Gallery), in der zum Art Centre umfunktionierten alten Universitaet und bummelten durch die schoenen Strassen der Stadt.
Fuer Evas anstehenden Geburtstag mussten wir uns natuerlich etwas Besonderes einfallen lassen. So fuhren wir schon am Vorabend in Richtung Akaroa und uebernachteten unterwegs an einem kleinen See. Unter einem wunderbaren Sternenhimmel und bei einer Flasche Wein gab es um 12 eine kleine Bescherung. Das Feiern musste auf morgen verschoben werden, da wir in aller Fruehe mit Delphinen schwimmen gingen. Mit einem kleinen Boetchen fuhren wir raus aufs Meer, wo wir erstmal einige Zeit nach den Delphinen Ausschau halten mussten. Sobald wir welche sichteten, huepften wir in unseren Taucheranzuegen ins Wasser. Die Hektordelphine, die es uebrigens nur in Neuseeland gibt, schwammen hautnah an uns vorbei. Leider durften wir sie nicht beruehren und hinter ihnen herschwimmen. Trotzdem war es aufregend!
Waehrend wir wieder nach Christchurch fuhren, wuchs der Wunsch, mal wieder in einem richtigen Bett einzuschlafen, immer mehr. In unseren Hinterkoepfen schwebte da auch noch ein schoenes Hotel (nicht Hostel!), das wir beim Bummeln durch die Stadt entdeckt hatten. Da der Preis selbst fuer Backpacker noch echt bezahlbar war, dachten wir uns: Wenn nicht jetzt (Evas Geburtstag), wann dann? Somit checkten wir am Nachmittag ein. Auf den ultramodernen Zimmern fuehlten wir uns wie kleine Prinzessinnen und machten uns im eigenen Bad(!) mit verschiedenfarbiger Beleuchtung richtig schick, um am Abend auszugehen. Wie richtige Erwachsene gingen wir Essen, tranken Wein und schlossen Bekanntschaften mit 30jaehrigen. Danach bevorzugten wir allerdings die Jugend in der Bar des xBase. Dort liessen wir Evas Geburtstag ausklingen und feierten in Tobis Geburtstag hinein. Die Uhrzeit spielte keine Rolle, zurueck in unserem Hotelzimmer wurde noch der Flachbildschirm angemacht und das kostenlose Internet genutzt.
Um unser Schlafgemach im Auto wenigstens ein wenig abzudunkeln, kauften wir im Warehouse Basetti-aehnlichen schwarzen Stoff und bastelten daraus Vorhaenge.

Sunday, January 25, 2009

Amok - Amokstanst - Amokstanstenstenst

Waehrend Frederick auf direktem Wege hoch nach Christchurch fahren wollte, nahmen wir drei den landschaftlich schoeneren Weg durch das Landesinnere. Gehalten wurde kurz an den Elephant Rocks, die angeblich wie schlafende Tiere aussehen. Am Lake Waitaki naechtigten wir zu dritt! im Auto. Julian hatte zwar den ganzen Tag gross herumposaunt, draussen zu schlafen, doch zog er komischerweise den Platz in unserem Bettchen vor. Aufgrund der sehr schmalen Liegeflaeche verzog sich Franzi ans Fussende. Die Rueckenschmerzen liessen am naechsten Tag gruessen. Auch ihre Laune war nicht besonders gut, da das fruehaktive Kind Eva schon sehr bald munter war und Franzi nicht einmal Kaffee bekam.

Trotzdem kletterten wir auf den Clay Cliffs herum, hatten Angst um unser Leben und fuhren weiter zum Mount Cook, dem hoechsten Berg Australasiens. Auch dort wurde wieder der Gaskocher ausgepackt und Burger gebraten. Das Abspuelen im Bach, wobei Julian Eva eine Schuessel Wasser ueber den Kopf schuettete, nahm ein schmerzhaftes Ende. Eva naemlich konnte das natuerlich nicht auf sich sitzen lassen und holte mit dem wassergefuellten Topf aus, leider etwas zu schwungvoll und traf Julian mitten im Gesicht. Ein echter Skedderboy kennt jedoch keinen Schmerz, Verletzungen wie Beulen sind eh egal und somit war Friede Freude Eierkuchen. Um das schoene Wetter zu geniessen, chillten wir am eisblauen Pukaki River. Kurz vor 20Uhr kam Julian in den Sinn, dass die Geschaefte in 5 Minuten schliessen. Dank Julian mussten wir noch das eine Lied zu Ende hoeren und kamen somit 2Minuetchen nach Ladenschluss in Twizel an. Zum Glueck hatte der Liquor Shop wenigstens noch offen. Wir deckten uns noch mit Wein ein und fuhren wieder zurueck zum Fluss. Davor bekam Eva noch ihre erste Skatestunde. Der Ansatz eines Ollis ist auf jeden Fall schon zu erkennen :-) Wie ueblich wurde am Lagerfeuer gegrillt. Dieses Mal mussten wir sehr erfinderisch sein, was daraufhinaus lief, dass es unter anderem gebratene Kaesetoasts, karamellisierte Bananen aus der Alufolie und Brataepfel gab. Trotz des Weines und der spaeten Stunde drehte Eva nach ein paar Stunden zu dritt im Auto durch. Also packte sie ihren Schlafsack und legte sich raus, was Franzi und Julian wegen des Platzes natuerlich begruessten.

Der naechste Tag war dem Nichtstun gewidmet. Geduscht wurde notduerftig auf einem beschissenen Campingplatz, gefruehstueckt im Park und, nachdem wir die Church Of The Good Shepherd besichtig hatten, chillten wir nachmittags am Lake Tekapo. Dabei vergassen wir mal wieder die Zeit und machten uns zu spaet auf die Essenssuche. Auf der Fahrt zu dem naechsten Ort machten wir die Erfahrung, dass man schwarz-weisse 65er Schilder vor Kurven auch wirklich beachten sollte. Eva zeichnete die Strassen Neuseelands mit einer weiteren Reifenspur und verfehlte nur knapp den Briefkasten am Strassenrand. Doch dank ihrer Fahrkuenste drifteten wir nur etwas ueber die Fahrbahn. In Fairlie angekommen, hatten sowohl der Supermarkt und das einzige Fastfoodrestaurant geschlossen. Unser Vorrat beschraenkte sich auf eine Dose Bohnen und so waren wir gezwungen in einer Kneipe zu speisen. Julian, der wegen einer Krankheit bis zu seinem 18. Geburtstag kein Alkohol trinken durfte und bis heute noch nicht wirklich viel damit anfangen konnte, beschloss, sich an diesem Abend zu betrinken. Leider verkaufte die Bar uns nichts Hochprozentiges und wir mussten uns auf Rot- und Weisswein beschraenken. Fuer unsere letzte Nacht zu dritt wollten wir einen besonders schoenen Ort finden, was sich als ziemlich schwierig und holprig herausstellte. Um zu einem Fluss zu gelangen, schlugen wir einen sehr steinigen Weg ein. Mit der Zeit wurden die Steine immer groesser, der Weg immer enger, jedoch konnten wir nicht mehr umkehren. Irgendwann kamen wir an einer Steinlandschaft raus, wo die Steine so gross waren, dass es in der Dunkelheit absolut kein Weiterkommen mehr gab. Es wurde nicht lange gezoegert und wir schlugen dort unser Lager auf. Sobald wir im Bett lagen, wurde schon die erste Flasche geoeffnet, Musik angemacht, geredet, geredet, gelacht, geredet, gelacht, geredet, geredet,...geschlafen. An diesem Morgen hielt es Franzi nicht mehr aus und verlagerte ihren Schlafplatz nach draussen, wo sie zwischen nervigen sandflies den Sonnenaufgang genoss. Zu zweit mussten wir Julian, der sich als Einziger ans Steuer traute, aus der Pampa lotsen. Dabei mussten wir den ein oder anderen Stein verpflanzen, Gestruepp rausreissen und das Auto einen Berg hinaufschieben. Letzendlich schafften wir es aber hinaus. Seitdem haengt zwar bisschen Plastik vom Autoboden, aber sonst ist alles beim Alten. So machten wir uns auf den Weg nach Christchurch.

Dort trafen wir auf dem Cathedrale Square Frederick wieder. Lange schauten wir den Spielern auf dem begehbaren Schachfeld zu, schmarrten noch weng und fazzten zum Abschied beim Mexikaner. Als wir spaeter wieder bei den Autos waren und ueberlegten, wo wir zum Schlafen hinfahren koennten, quatschte uns ein unglaublich nettes neuseelaendisches Paerchen an. Die Beiden sind etwa 40 Jahre alt, waren etwas angetrunken und wirken frisch verliebt wie 15 Jaehrige. Irgendwie erinnerten sie uns ein bisschen an Doug and Carry. Die Frau bot uns sogar an, morgen frueh bei ihr zu duschen, was Frederick allerdings dankend ablehnte...Doch sie sagten uns noch einen guten Ort zum Schlafen, den Cranmer Square. Am naechsten Morgen sagten wir den beiden Jungs endgueltig Aufwiedersehen. Was wir an Neuseeland hassen, sind die staendigen Abschiede. Gerade wenn man jemanden so richtig mag, muss man sich oft schon wieder trennen. An dieser Stelle: Julian, danke fuer die schoene Zeit, du bist amok :-)





Dunedin - Countdownparkplatz vs Lagerfeuerromantik

Gegen Abend trafen wir uns mit den Jungs am Skatepark, denn Julian ist ein leidenschaftlicher Skedder. Mal wieder machten wir uns auf die Suche nach einem richtig geilen Schlafplatz. Gefunden wurde dieser auf der Otago Penisula am Leuchtturm. Geweckt wurde man dort allerdings von den nervigen Touristen. Da sowohl wir als auch unsere Klamotten langsam zu stinken begangen, war duschen und waschen angesagt. Geduscht wurde im oeffentlichen Schwimmbad, gewaschen in einem Waschsalon neben der Tankstelle. Aufgrund der wenigen Waschmaschinen fuer fuenf Personen, verbrachten wir den halben Tag dort. Um unser Camperleben noch zu perfektionieren, gingen wir mal wieder im Warehouse einkaufen. Wir wissen inzwischen gar nicht mehr, was wir ohne das Warehouse in Deutschland machen sollen. Das Angebot ist enorm, von der Unterhose bis zu einem Autoreifen bekommt man Alles. Nach etwa einer Stunde hatten wir beiden mit den vielen tollen Sachen immernoch Spass, die anderen waren eventuell ein bisschen genervt :-)
Anschliessend wurde in unserem zweiten Zuhause in Dunedin, dem Supermarkt Countdown, fuer das abendliche BBQ eingekauft. An einem Strand etwas ausserhalb kuemmerte sich Frederick sehr aufmerksam um das Feuer, wir spielten Frisbee, fazzten, tranken Bier, hoerten Musik und chillten am Strand. Spaeter mussten wir Lisbeth wieder in die Stadt zu ihrem Hostel bringen. Nachdem wir den Jungs deutlich gemachten hatten, dass wir am Strand schlafen wollten, fuhren wir also wieder dorthin. Frederick war muede und legte sich ins Autobett, Julian und wir gingen nochmal an den Strand. Gegen halb 4 beschloss Eva sich noch den Sonnenaufgang anzuschauen. Julian wusste dafuer einen noch besseren Ort, der angeblich nur 30Kilometer entfernt ist. Wie sich allerdings rausstellte, ist er in Wahrheit 80Kilometer entfernt. Trotzdem schafften wir es rechtzeitig zum Sonnenaufgang an den Moeraki Boulders zu sein. Danke fuer den amokstansten Tipp, Julian. Der Sonnenaufgang war dort echt viel besser. Vielleicht ist die Sonne ja inzwischen auch dort aufgegangen.;-)
Hungrig in Dunedin wieder angekommen, wurde vor dem Countdown gefruehstueckt und bevor es schlafen ging, verabschiedeten wir uns noch von Lisbeth. Sie reiste naemlich ab diesem Tag mit ihrer geplanten Bustour weiter.
Erst am Nachmittag wachten wir alle allmaehlich auf und wollten alle nur Eins: Essen. In Richtung Stadt kamen wir am Tunnels Beach vorbei. Obwohl wir noch wahnsinnig muede waren, verbrachten wir dort 1,5 Stunden mit Wandern und Quatschmachen im Wasser. Dieser Ort gehoert zu einem unserer Lieblingsplaetze von Neuseeland. Keine Menschenseele weit und breit, nur paar Schaefchen, schoener Sand und geile Felsen,5 Stunden mit Wandern und neben denen man sich winzig vorkam.

Alle waren zu faul zum Kochen, deswegen holten wir uns eine Pizza beim Dominos. Als es dann auf einmal anfing aus Kuebeln zu schuetten und es eh schon abends war, schauten wir uns “In Brudges” im Kino an. Dieses Mal ueberliesen wir den Jungs die Auswahl des Schlafortes, was sich allerdings als Fehler herausstellte. Jedenfalls wissen wir jetzt,wie sich Brummifahrer fuehlen muessen, die nachts an einer Autobahnraststaette schlafen.
Bevor wir Dunedin verliessen, packten wir unsere Campingstuehle mitten auf dem Countdownparkplatz aus und begannen zu kochen. Wir haben uns richtig asozial gefuehlt :-)
Nun stand ein voruebergehender Abschied an, allerdings nur von Frederick. Es ist nicht so, dass wir Frederick nicht leiden koennen, er ist wirklich nett, aber nichtsdestotrotz koennen wir nicht allzu viel mit seiner Art anfangen. Mit Julian hingegen haben wir uns immer besser verstanden und es hat einfach gepasst.