Aus den naechsten Tagen wurden zwei Wochen und wir zu richtigen Hippies ;-) Wir hatten einen kleinen “eigenen” Strand neben einer unabhaengigen Komune, der Beach Community. Dort verbrachten wir die meisten Tage und auch Naechte. Unsere Aktivitaeten beschraenkten sich zum Grossteil auf Strandliegen, Essen und Library (Internet). Claudia ( Freundin aus Auckland) brachte dann mal wieder etwas Abwechslung in unseren Tagesablauf. Wir trafen uns mit ihr und zwei weiteren Schweizern auf ein Bierchen im Pub. Als dieser komischerweise um 23Uhr schloss, nahmen die Drei uns noch mit in ihr Hostel. Dort fand die Geburtstagsfeier der Affaere der Hostelbesitzerin (ihr Mann war naemlich zu dieser Zeit unterwegs) statt. Ruben, einer der Schweizer, meinte, dass schon seit 16Uhr reichlich getrunken wurde. Dementsprechend angeheitert war die Stimmung. Schliesslich trudelte auch das Pubpersonal ein und uns wurde klar, wieso um 23Uhr schon Schicht im Schacht war. Es wurde zusammen gesessen, Gitarre gespielt, getrunken,...Gegen 1Uhr verabschiedeten wir Zwei uns, da wir uns noch einen Schlafplatz fuer die Nacht suchen mussten. Unser Strandplatz kam heute icht in Frage, da der Tank leer und alle Tankstellen geschlossen waren. Ploetzlich klopfte es an unsere Autoscheibe und einer der Partygaeste stand da. Verwundert kurbelte Eva das Fenster runter. Mit den Worten “If you don't mind sleeping in one bed together you can sleep in my motel-room. There are two beds, i can sleep in the single one and you guys in the doppel bed” hielt er Eva einen Schluessel vor die Nase. Auch er ist frueher viel gereist und kennt das, wenn man nachts noch mit dem Auto einen Schlafplatz suchen muss. Viele halfen ihm und nahmen ihn auf, nun moechte er dies zurueckgeben. Wir sollen einfach die Tuer offen lassen, da er noch ein Stuendchen auf der Feier bleiben wollte. Das Ganze kam uns natuerlich trotzdem erstmal spanisch vor, aber wir beschlossen, uns das Motel wenigstens mal anzuschauen. Als wir die Tuer oeffneten, war eigentlich schon alles klar. Hier bleiben wir heute Nacht. Franzi stoeberte etwas herum und fand seinen Geldbeutel mit Kreditkarten und Bildern von seinen Kindern. Das Pfefferspray wurde allerdings in den Rucksack neben unserem Bett gesteckt. Schnell nahmen wir noch eine Dusche bevor wir ins riesige Bett gingen. Das Aufwachen am naechsten Morgen war etwas komisch. Immerhin kannten wir noch nicht mal seinen Namen, doch die Stimmung lockerte sich schnell. Bevan brachte uns Tee und Kaffee ans Bett. Wir schauten Fernsehen und Bevan ezaehlte uns von seinen Reisen. Ausserdem stellte sich heraus, dass er noch mit seiner Ex-Frau und ihren gemeinsamen Kindern zusammen wohnt, obwohl die beiden seit einem Jahr schon geschieden sind. Unter der Trennung leidet er immer noch und seine Freunde wollen ihn immer ueberreden, eine neue Frau kennenzulernen. Deswegen wurde noch ein Abschiedsfoto zu dritt im Bett geschossen bevor wir uns heimlich, da uns der Motelbesitzer nicht sehen durfte, aus dem Zimmer schlichen.
Am Nachmittag unternahmen wir einen Ausritt. Zusammen mit Claudia, einem australischen Paerchen und einem hotten Reitlehrer ritten wir drei Stunden durch eine tolle Duenenlandschaft. Zum Schluss galoppierten wir sogar noch am Wharariki Beach entlang. Fazit: Wir muessen das Reiten wieder anfangen.
Damit auch Claudia mal erlebt, wie es sich als Backpacker im Auto lebt, kochten wir zusammen am Strand. Danach liessen wir den schoenen Tag im heissgeliebten Mussel Inn ausklingen. Dort spielte mal wieder eine Live-Band. Die Saengerin Sonia sang mit vollem Gefuehl und die Stimmung war perfekt. Nach dem Konzert unterhielten wir uns noch mit Sonia und ihrer Freundin.
Um auch wirklich alles von dem Leben an der Golden Bay mitzunehmen, besuchten wir sogar das Hippiefestival Luminate. Die Atmosphaere war unbeschreiblich. Auf den Takakhill traffen sich zig Hippies, um gemeinsam Musik zu machen, zu tanzen, sich lieb zu haben, usw...Aufgrund unserer normalen Kleidung fielen wir mehr auf als die Hippies selbst. Da das Festival auf einem Berg stattfand, war es arschkalt in der Nacht. Vorallem Eva war sich sicher, dass sie die Nacht aufgrund der Kaelte nicht ueberleben wuerde.
Am Morgen hatten wir dann allerdings genug von dem Firlefanz. Wir besichtigten noch das Cape Farewell und die Pupu Springs, bevor es wieder nach Nelson zu Marion ging. Davor jedoch mussten wir unseren W.o.F. (TUEV) erneuern. Wir rechneten schon mit dem Schlimmsten. Doch man glaubt es kaum, bis auf paar Kleinigkeiten, die schnell behoben werden konnten, ist unsere Schrottkarre voellig in Ordnung.
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