alles begann mit dem schrecklich langen flug. spaetestens in seoul kamen erste zweifel auf, ob wir den flug physisch (schon circa 24 stunden kein schlaf) und psychisch (plagegeister an bord) ueberstehen werden. das “abwechslungsreiche” flugzeugmenue war auch keine grosse hilfe, den wein hingegen haben wir genossen :) euer buch konnte uns dafuer einige zeit ablenken. vielen dank fuer die lieben eintraege. ihr habt es sogar geschafft, dass die ein oder andre traene floss.so haben wir auch noch den flug nach auckland ueberstanden und alles lief bis dahin komischerweise glatt. voellig uebermuedet und kaputt am zielflughafen angekommen, wollten wir nur noch duschen und schlafen. doch nun begann das typische eva&franzi chaos. am visumsschalter wurden wir gefragt, wie wir zu dem geld fuer die reise kamen. wir erklaerten brav, dass wir in der industrie gearbeitet haetten. eva fuegte noch den namen der firma hinzu: sachs (gesprochen SAEX). das fuehrte zu fragen wie “did you have contact with drugs at work?” usw. mit der zeit stellte sich heraus, das der nette mann am schalter dachte, dass wir unser geld in der sexindustrie verdient haetten. das gelaechter war gross und letzendlich kamen wir zu unserem visum. dann holten wir das gepaeck und wurden von einem fahrer zu unserem apartment im worldwide house gebracht, das war leider etwas weniger schoen als erhofft. kleines wohn-/schlafzimmer mit bett (schlaf- und essgelegenheit in einem) und einem schmuddligen sofa, das bis jetzt nur von unseren rucksaecken und internationalen freunden genutzt wurde
.wir hingegen haben uns bis heute noch nicht drauf getraut. ausserdem haben wir ein bad, das durch eine wuuunderschoene kuechenzeile, auf die der spruch “not macht erfinderisch” vollkommen zutrifft, getrennt wird.
(anfangs) wichtigste regel: wer den boden mit blanken fuessen beruehrt, darf nicht ins 120cm grosse bett.
nach diesen eindruecken mussten wir uns erstmal setzen. unser plan war nun zu duschen und schlafen. doch evas frage “wo ist eigentlich unsere kleine blaue tasche?” brachte weitere stunden wachsein mit sich. schnell mussten wir feststellen, dass diese wohl noch auf dem fliessband am flughafen ihre runden dreht, das hiess also rumtelefonieren und orientieren in einer fremden grossstadt. zum glueck gibt es hier freundliche mitbewohner, bei denen wir mit dieser aktion gleich einen super eindruck hinterliessen, und guenstige taxen.
nach circa 5 stunden waren wir dann samt gepaeck endlich wieder im apartment und konnten schlafen.
unser erster schultag begann mit einem einstufungstest. dank unserer brillianten englischkenntnisse aka teamwork kamen wir ins level 6(das hoechste!). der schultag besteht aus der morningclass bei freya und der afternoonclass bei helen. der unterricht macht vorallem nachmittags spass, da er zum grossteil aus rumschmarren besteht und die klasse total witzig ist. zum naeheren kennenlernen, gibt es die woechentlichen pub nights am mittwoch, d.h. alle leute aus der schule treffen sich, um das ein oder andre bier zu trinken (auf gut deutsch: saufen). schnell hat sich herauskristallisiert, wer zu den richtig coolen gehoert. diejenigen naemlich (u.a. wir ;) ), die danach noch ins “margaritas” zur aftershow party gehen. man muss dazu sagen, dass es hier mittwochs bier zum special preis gibt... somit wird auch das tanzbein geschwungen :) der donnerstag beginnt meistens mit frohem erwachen und das klassenzimmer ist nur zur haelfte gefuellt.
freitags ist man dann wieder halbwegs erholt. das este wochenende machten wurde mit einem weiteren pubbesuch eingeleitet. den samstag verbrachten wir damit, uns nach autos umzuschauen. leider mussten wir feststellen, dass wir ziemlich wenig ahnung haben, somit war unsere runde ueber den carmarket schnell beendet. haben aber eine nette deutsche frau gefunden, die mit ihrem mann autos ankauft, falls noetig wieder in schuss bringt und billig weiterverkauft. am sonntag besuchten wir das voellig ueberteuerte aquarium und danach chillten wir am strand, mission bay, in auckland (mittelschoen).
unser zweites wochenende verbrachten wir 2grazien mit unserem freund aka grossen bruder (schweizer, 28jahre). wir mieteten uns ein auto und erkundeten den norden neuseelands. ueber die westkueste fuhren wir hoch an die spitze (cape reinga), um dort das zusammentreffen der tasman und pacific wellen zu bewundern. die strassen fuehrten uns durch die verschiedensten landschaften und auch ofts ins nichts (zitat franzi: “ der arsch der welt wird von boesen hunden bewacht!”). doch selbst das viele autofahren machte aufgrund der “gesunden” (chips+schoki (hamster alias eva!), cola (mami alias franzi!), bier (dave!)) verpflegung und 8mixtapes spass. zu den strassenverhaeltnissen gibt es nur ein wort: heieiei . gehalten wurde an wunderschoenen straenden und unglaublichen aussichtspunkten. allerdings unterscheidet sich unsere auffassung von den schoensten orten von der anderer leute und reisefuehrern. auch evas abendteuerlust, wurde beim cave-klimbing zufrieden gestellt. wir schliefen in drei verschiedenen hostels. das erste lag voellig verlassen in den bergen (omapere)– pizza+bier in einem tpischen dorfpub, viel regen, hammer ausblick+sternenhimmel, omi als besitzerin-. das zweite war eine mischung aus fred feuerstein und hunderwasser (karikari peninsula)-sehr schoen, aber
verdammt dreckig, stundenlange suche nach etwas essbarem, notwendiger kaffee fuer franzi am naechsten morgen-. die letzte nacht schliefen wir in einem bungalow auf einem campingplatz (russel) -essengehen, weintrinken viel weintrinken, tiefgehende gespraeche bzw diskussionen, arschkalte nacht-. um diesen aufregenden tagen eine wuerdiges ende zu setzen, genossen wir unser feierabendbierchen auf dem one tree hill in auckland.
seit letzten mittwoch ist aber erstmal wieder sparen angesagt, da uns eine geldquelle komischerweise abhanden gekommen ist. eva hat vor lauter freude, endlich das passende halloweenoutfit gefunden zu haben, ihren gel
dbeutel im bus? liegen gelassen. auch dieser verlust machte uns wieder ein strich durch den plan, puenktlich zum pizzaessen bei der halloweenparty zu sein. doch nicht mal durch so etwas laesst sich unsere partylaune verderben. schnell waren die karten gesperrt und das erste bier intus. mit etwas verspaetung kamen so schliesslich auch dark angel und devil bei der party an – sehr witziger abend inkl heimweg-. selbst nach so einer nacht sah uns freya am naechsten morgen puenktlich um 9 auf unseren plaetzen sitzen, viele andere blieben leer.
freitag war grosseinkauf und apartmentputz angesagt. unsere kochkuenste naehern sich langsam der perfektion, es nicht mehr nur brot und nudeln mit butter und das fleisch schmeckt nicht mal mehr nach leder! da anscheinend der pubbesuch in neuseeland zur schulpflicht gehoert, zogen wir am freitag abend wieder los. aufgrund der verschiedenen nationalitaeten unserer freunde (brasilien, belgien, schweiz, russland, frankreich, japan) wird das englischsprechen auch in der nacht verbessert. dann geht einem komischerweise sigar das ein oder andere englische wort leichter ueber die lippen. kleine verwechslungen, wie pancake mit cookie oder 15 mit 22/8.., boden/bett/stockbett, seien uns verziehen;)
den gestrigen sonnigen sonntag verbrachte wir gemeinsam mit unserem geburtstagskind vera aus russland und dave an einem weiteren strand, tapakuna beach, in auckland.
nun ist unsere letzte schulwoche angebrochen und einige planungen und entscheidungen, wie es bei uns weitergehen soll, stehen bevor...
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